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TAGEBUCH - BIOKATALYSE2021 Wissenschaftler auf Forschungsexpedition mit der "Chikyu" in der Suruga-Bucht, Japan, 21. bis 30. März 2009

Im Rahmen einer 10-tägigen Expedition will ein deutsch-japanisches Forscherteam Bohrkerne untersuchen, die aus dem Meeresboden in 800 m Wassertiefe in der Bucht von Suruga geborgen werden. mehr ... Ziele der Forschungsexpedition

Geplant ist ein fünftägiger Aufenthalt auf der "Chikyu" mit ingesamt drei Bohrversuchen. Anschließend werden die Proben im JAMSTEC-Hauptquatier in Yokosuka weiter bearbeitet. Das deutsche Team besteht aus vier Wissenschaftlern des Instituts für Technische Mikrobiolgie an der Technischen Universität Hamburg-Harburg unter der Leitung von Professor Garabed Antranikian (wissenschaftlicher Leiter von BIOKATALYSE2021). Das 10-köpfige japanische Team wird von Professor Horikoshi geleitet, der seit 15 Jahren eng mit Professor Antranikian kooperiert. Die technische Crew der "Chikyu" umfasst 100 Mitarbeiter.

Veröffentlichungen im Hamburger Abendblatt:
www.abendblatt.de/daten/2009/03/23/1095908.html und www.abendblatt.de/daten/2009/03/23/1095888.html
sowie auf biotechnologie.de:
www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/root,did=94688.html

TAGEBUCH
Garabed Antranikian berichtet exklusiv von Bord der "Chikyu":

21. März 2009
Tokio: Um 8 Uhr morgens ging es mit meinem Mitarbeiter Dr. Ralf Grote und meinem japanischen Kollegen Pofessor Koki Horikoshi per Hubschrauber auf das Forschungsschiff "Chikyu". Der 45 minütige Flug vorbei an der Skyline von Tokio und dem Mount Fuji bei klarer Sicht war atemberaubend. Nach einem ersten Sicherheitsbriefing und einer Laborbesprechung begannen um 13 Uhr die ersten Bohrversuche. Um 19 Uhr konnten diese erfolgreich beendet werden.
mehr ...

22. März 2009
An Bord der Chiyku, Suruga-Bucht: Nach dem Frühstück um 5 Uhr fand die erste Laborbesprechung statt und ein Informationsaustausch mit den japanischen Kollegen. Es wurde festgelegt, dass die Sedimente weiter chemisch analysisert werden sollen, um Daten über den Kohlenstoff- und Gasgehalt zu gewinnen. Zusätzlich wurde beschlossen, Wasserproben, die durch Pressen aus den Bohrkernen gewonnen wurden, näher zu charakterisieren und auch auf mikrobiologisches Wachstum zu untersuchen. mehr ...

23. März 2009
An Bord der Chiyku, Suruga-Bucht: Schon am Vorabend verschlechterte sich das Wetter, es regnete stark und der Wind nahm zu. Auf dem schaukeligen Schiff war an Schlaf nicht zu denken. Mein Kollege Horikoshi und ich trafen uns um 3 Uhr zufällig in der Messe und besprachen das weitere Vorgehen in unserem Buchprojekt. Nach der Laborbesprechung um 13 Uhr trafen sich alle Forscher zu einem Gruppenfoto auf dem Helideck. Um 15 Uhr lagen erste Ergebnisse der Anreicherungskulturen vor. mehr ...

24. März 2009
An Bord der Chikyu, Suruga-Bucht: Die Nacht war ruhig und ich konnte gut schlafen. Am Morgen strahlender Sonnenschein und ein phantastischer Blick vom Helideck der "Chikyu" auf den schneebedeckten Berg Fuji. Ein Gänsehaut-Panorama. Ich musste an die strapaziösen Expeditionen von Charles Darwin denken, dessen 200. Geburtstag wir in diesem Jahr gedenken. Um wie viel leichter haben wir es doch heute: Ein hochmodernes Forschungsschiff mit bester Ausstattung ... mehr ...

25. März 2009
An Bord der Chikyu, Suruga-Bucht: In der Nacht hat die "Chikyu" ihre Bohrposition verlassen und Kurs auf Shimizu in der Provinz Shizuoka genommen. Um sieben Uhr erreichen wir bei regnerischem Wetter den Hafen von Shimizu. Der Hafenlotse kommt an Bord und mit Hilfe von Schleppern wird die Chikyu im Zeitlupentempo zum Pier gezogen. Nach dem Festmachen bricht hektische Betriebsamkeit aus. Die beiden Container mit den Bohrkernen werden mit dem Bord-Kran an Land gehievt. mehr ...

26. März 2009
Tokio: Ich schlafe wunderbar und erwache ausgeruht und guter Dinge. Noch schnell einen Espresso und schon trifft auch mein Kollege Professor Inoue im Hotel ein, um mit uns nach Yokosuka ins JAMSTEC-Hauptquartier zu fahren. Während der eineinhalbstündigen Zugfahrt erzählt mein Kollege von seinem Alltag. Er arbeitet an sechs Tagen in der Woche von 10 bis 20 Uhr. Allein für die Hin- und Rückfahrt mit der S-Bahn benötigt er vier Stunden täglich. Wenn er gegen 22.30 Uhr zu Hause ankommt, isst er noch schnell etwas und fällt meistens um 23 Uhr todmüde ins Bett. mehr ...

27. März 2009
Tokio: Heute stehen noch zwei wichtige Termine auf dem Programm. Zunächst geht es zum Büro des Springer Verlags (nicht zu verwechseln mit dem Axel Springer Verlag) in die Nähe des kaiserlichen Palastes. Im Springer Verlag Tokio erscheint das mikrobiologische Fachjournal "Extremophiles", dessen Chefredakteur ich seit Januar 2008 bin. In diesem Journal veröffentlichen Kollegen aus aller Welt ihre Fachartikel mit dem Schwerpunkt auf so genannte extremophile Mikroorganismen. mehr ...

28./29. März 2009
An unserem letzten Tag in Tokio genießen mein Mitarbeiter Dr. Ralf Grote und ich die unbeschreibliche Schönheit der Kirschblüte. Wir haben großes Glück, dass die Bäume in diesem Jahr genau während unseres Aufenthaltes blühen. Wir fahren mit der S-Bahn in den Norden Tokios zum Ueno Park. In der etwa 10 Tage dauernden Kirschblüte kommen täglich bis zu 250.000 Menschen in diesen Park, der mit über 1000 Kirschbäumen ein beliebtes Ziel für Naturfreunde ist. mehr ...

29./30. März 2009
Tokio/Hamburg: Hamburg-Harburg: Nach einem langen Flug bin ich glücklich, am Sonntagabend um 22.30 endlich wieder zu Hause zu sein. Ich habe mich sehr auf meine Frau Jeanette und meinen jüngsten Sohn Sevan gefreut. Am Montag morgen scheint die Sonne: Der Import des Frühlings von Tokio nach Hamburg hat also schon 'mal geklappt. Jetzt müssen nur noch die Proben heil ankommen. mehr ...



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Mehr als 800 Akteure und Interessierte hatte der Life-Science-Branchentreff Bionnale nach Berlin gelockt.

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